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Atlasblockade

Der Atlas ist der oberste Halswirbelkörper. Seine Verbindung mit dem Kopf ist für den Menschen das sensibelste und subjektiv auch verletzbarste Gelenk im Körper.

Die Stellung des Kopfes auf dem Atlas ist über Nervenschaltstellen (Nackenrezeptorenfeld) unmittelbar mit dem Hirnstamm und seinen zentralnervösen Ganglien verschaltet und mit Augen, Kiefer- und Körperkoordination abgestimmt.

Durch den Atlas verlaufen die meisten Nerven, die vom Hirn zum Körper und zurück führen. Ist die Bahn der Nerven durch eine leichte Fehlstellung dieses Wirbels (Blockade) eingeengt, kann es zu Nervenirritationen und zu diversen Beschwerden kommen.

Eine Fehlstellung des Atlasgelenks hat Auswirkungen auf die Statik des Körpers, des Kiefers, auf diverse vegetative Fehlfunktionen und auf die emotionale Grundhaltung. Der gesamte Bewegungsapparat versucht, den blockierten Atlaswirbel (und den schweren Kopf) vor zu großen Schwingungsimpulsen zu bewahren. Je nach Fehlstellung des Atlas oder anderer hoch sitzender Halswirbel ergeben sich dadurch - sehr schematisch - Spannungslinien im Körper vom Schädel/Kieferbereich bis zur Fußstellung. Dies verursacht über Monate und Jahre oft ausgeprägte Verspannungen und diverse Blockaden an verschiedenen Segmenten der Wirbelsäule, des Beckens und der Beine. Anatomische Veränderungen im Körper wie Skoliose, Beckenschiefstand und Beinlängendifferenz entstehen durch Torsionen (Verwringungen).

Ein schiefer Kopf kann somit eine kompensatorische Verdrehung des gesamten Körpers bewirken und zum Bild des "schiefen Menschen" führen.

Folgen solcher chronisch gewordener Fehlhaltungen sind Arthrosen und vor allem diverse Schmerzzustände.

Eine Atlasfehlstellung wird im Unterbewusstsein als außerordentlich bedrohlich erlebt. Dies führt bei manchen Menschen zu anhaltender psychomotorischer Unsicherheit, Angst und Starre im Nacken und Körper. In anderen Fällen stehen vegetative Fehlregulationen im Vordergrund, bei manchen Kindern hypermotorische Reaktionen.

Dieses weit verbreitete und sehr komplexe Krankheitsbild bedarf, je nach Einzelfall, zur Heilung einer mehrschichtigen Behandlung durch Atlastherapie, Veränderung der Zahn- und Kieferstellung, Korrektur von Sehstörungen, osteopathische Interventionen, Akupunktur, Krankengymnastik, Beinlängenkorrektur und/oder Einlagenversorgung und gegebenfalls auch psychologische Begleitung.

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